Crans-Montana VS: Nach Brand in Bar „Le Constellation“ – rund 40 Tote und 115 Verletzte
In der Nacht vom 31. Dezember 2025 auf den 1. Januar 2026 kam es in Crans-Montana (VS) zu einem verheerenden Brand in einer Bar.
Etwa 40 Personen kamen ums Leben, 115 Personen wurden verletzt. Eine Strafuntersuchung ist eröffnet worden.
Die Kantonspolizei Wallis war mit der Unterstützung mehrerer Einsatzkräfte aus dem Wallis und den Nachbarkantonen sofort vor Ort, um die Öffentlichkeit zu schützen und die Opfer zu betreuen. Die Justizbehörden haben umgehend eine Strafuntersuchung eröffnet, um die genauen Umstände dieses Dramas zu klären. Die Aufräumarbeiten sind im Gange, die betroffene Zone ist weiträumig abgesperrt.
Chronologie
Am 1. Januar 2026 um 01:33 Uhr ging bei der Einsatz- und Alarmzentrale (EAZ) der Kantonspolizei Wallis die Meldung ein, dass eine Bar im Zentrum von Crans-Montana brenne. Kurz darauf trafen die ersten Polizeipatrouillen am Ereignisort ein. Beim Eintreffen der Polizei drangen Flammen aus der Eingangstür und dem Dach der betroffenen Bar. Die Polizei leitete sofort Evakuierungs- und Sicherheitsmassnahmen ein. Gleichzeitig rückten die Feuerwehrleute der Region Crans-Montana aus, um mit der Brandbekämpfung zu beginnen.
Gleichzeitig trafen zahlreiche Ambulanzen aus dem Kanton Wallis, aber auch aus anderen Kantonen, ein, um sich um die verletzten Personen zu kümmern. Aufgrund des Umfangs des Einsatzes wurde der gesamte Kantonale Interventionsstab (KIS) aufgeboten. Zahlreiche Mittel aus dem Wallis und den Nachbarkantonen wurden mobilisiert. Neben der Feuerwehr waren 150 Angehörige von Gesundheitsorganisationen, 42 Ambulanzen und 13 Helikopter im Einsatz.
Bilanz
Nach ersten Erkenntnissen kamen rund 40 Personen ums Leben und 115 wurden verletzt. Mehrere Personen schweben in Lebensgefahr. Die Verletzten wurden in verschiedene Spitäler im Wallis und in anderen Kantonen verlegt (Lausanne, Genf, Freiburg, Bern und Zürich). Zur Identifikation der Opfer wurden das Forensische Institut Lausanne und das Institut für Rechtsmedizin des Kantons Wallis beigezogen. Diese Arbeiten können mehrere Tage oder gar Wochen dauern.
Die genaue Zahl der Opfer und deren Identität ist noch nicht bekannt. Die Opfer stammen aus mehreren Ländern. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) wurde informiert.
Ermittlungen
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis hat eine Strafuntersuchung eröffnet. Die Kantonspolizei Wallis hat die Ermittlungen eingeleitet, um die genauen Umstände des Vorfalls zu ermitteln. Es wurde eine Untersuchungseinheit mit rund 40 Personen eingesetzt.
Aufgrund der ersten Erkenntnisse und Zeugenaussagen kann ein vorsätzlicher krimineller Hintergrund derzeit ausgeschlossen werden. Die Untersuchung konzentriert sich derzeit auf die genauen Umstände der Entstehung und Ausbreitung des Feuers. Die Ermittler prüfen mehrere mögliche Hypothesen.
Massnahmen
Die Rue Centrale in Crans-Montana ist für den Verkehr gesperrt. Aus Sicherheitsgründen wurde ein Überflugverbot für Drohnen und Fluggeräte über der betroffenen Zone verhängt.
Ein Unterstützungs- und Betreuungsdispositiv für betroffene Personen, Angehörige, Leichtverletzte, Zeugen und Freunde wurde eingerichtet. Eine Helpline ist unter der Nummer 0848 112 117 verfügbar.
Quelle: Kantonspolizei Wallis
Bildquelle: Kantonspolizei Wallis
