Bern BE: Air Zermatt und Walliser Retter für mutigen Bergeinsatz geehrt

Grosse Ehre für die Air Zermatt und die Rettungsspezialisten der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation KWRO: Am Freitag wurden im Bundeshaus in Bern Retter der Air Zermatt und Rettungsspezialisten der KWRO mit der Lebensretter-Medaille der Stiftung Carnegie ausgezeichnet.

Gewürdigt wurde ihr aussergewöhnlicher Einsatz am Lagginhorn Mitte Juli 2025, bei dem zwei Alpinisten in höchster Not gerettet werden konnten.

Stellvertretend für alle beteiligten Einsatzkräfte nahmen Tizian Gruber, Pilot der Air Zermatt, Richard Lehner, Rettungsspezialist aus Zermatt, und Rolf Trachsel, Rettungsspezialist aus Saas-Fee, die Auszeichnung entgegen.

Stundenlange Rettung am Lagginhorn

Die Rettung am Lagginhorn zählt zu den aufwändigsten Rettungen der letzten Jahre. Mitte Juli 2025 gerieten zwei Alpinisten am Lagginhorn in eine lebensbedrohliche Situation. Kurz unterhalb des Gipfels wurden sie von einem plötzlichen Wetterumschwung überrascht. Sturm, dichter Nebel und Kälte machten ein selbstständiges Weiterkommen unmöglich. Die beiden Alpinisten waren erschöpft, der Rückweg war unter diesen Bedingungen nicht mehr zu bewältigen.

Nach der Alarmierung begann für die Air Zermatt und die Rettungsspezialisten der KWRO ein stundenlanger Einsatz unter schwierigsten Sicht- und Wetterverhältnissen. In der Luft mussten die Crews der Air Zermatt ihre ganze Erfahrung einbringen. Am Berg waren die Rettungsspezialisten gefordert, sich in schwierigem Gelände zu bewegen. Besonders dramatisch war der Zustand einer der beiden geretteten Personen. Sie war stark unterkühlt und musste reanimiert werden.



Auszeichnung im Bundeshaus

Am Freitag wurden nun die über ein Dutzend Retter dieses Einsatzes in Bundesbern geehrt. In ihrer Laudatio würdigte Greta Gysin, Präsidentin der Stiftung Carnegie und Nationalrätin (Grüne), den aussergewöhnlichen Einsatz und den grossen Mut der Retter am Lagginhorn. Sie hob hervor, dass ihr Handeln von Entschlossenheit und selbstloser Hilfsbereitschaft geprägt war. Unter schwierigen Bedingungen stellten sie sich in den Dienst anderer Menschen und zeigten damit eindrücklich, was Zivilcourage bedeutet.



Teamarbeit als Schlüssel zur Rettung

«Diese Medaille gehört dem ganzen Team», sagt Tizian Gruber, Pilot der Air Zermatt. «Nur gemeinsam konnten wir diese Rettung schaffen.» Auch Richard Lehner, Rettungsspezialist aus Zermatt, betont die Bedeutung der Zusammenarbeit: «Am Berg zählte jeder Handgriff. Wir konnten uns voll aufeinander verlassen.» Für Rolf Trachsel, Rettungsspezialist aus Saas-Fee, steht fest: «Es brauchte alle Beteiligten. Nur so konnten wir die beiden Alpinisten retten.»



Die Stiftung Carnegie

Die Carnegie-Stiftung für Lebensretter wurde 1912 von Andrew Carnegie gegründet. Sie zeichnet Menschen aus, die unter Gefahr für das eigene Leben oder die eigene Gesundheit andere Menschen retten. In der Schweiz gehört die Lebensretter-Medaille der Stiftung Carnegie zu den bedeutenden Auszeichnungen für aussergewöhnliche Rettungstaten.

 

Quelle: Air Zermatt
Bildquelle: Air Zermatt

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