Tatortreinigung nach einem Todesfall: Hygiene, Sicherheit und diskretes Vorgehen
Ein Leichenfund in einer Wohnung oder einem Gebäude ist für Angehörige, Eigentümer und Verwaltungen eine aussergewöhnliche Belastung. Neben Trauer und organisatorischen Fragen muss nach Abschluss der behördlichen Massnahmen geklärt werden, wie die betroffenen Räume gereinigt und wieder nutzbar gemacht werden können. Abhängig von den Umständen des Todesfalls sind dafür spezielle Schutz-, Reinigungs- und Sanierungsmassnahmen erforderlich.
Wissenswertes und Tipps, welche Besonderheiten an einem Leichenfundort zu beachten sind, wie eine professionelle Tatortsanierung abläuft und warum dabei Diskretion wichtig ist, präsentiert polizeiaktuell.ch in Kooperation mit der JGP Group GmbH.
Nicht jeder Leichenfundort ist ein Tatort
Der Begriff Leichenfundort bezeichnet den Ort, an dem eine verstorbene Person gefunden wurde. Dabei muss keine Straftat vorliegen. Ob es sich zugleich um einen Tatort handelt, klären Polizei, Staatsanwaltschaft und weitere zuständige Stellen.
Bis die Untersuchungen abgeschlossen sind, dürfen Räume und Gegenstände nicht verändert werden. Andernfalls könnten Spuren beschädigt oder unbrauchbar werden. Mit Reinigungs-, Räumungs- oder Sanierungsarbeiten darf deshalb erst begonnen werden, wenn die zuständigen Behörden den Bereich freigegeben haben. Die JGP Group führt die erste Besichtigung nach Abschluss der polizeilichen und gerichtsmedizinischen Massnahmen durch.
Warum eine gewöhnliche Reinigung nicht ausreicht
Besonders nach einem spät entdeckten Todesfall können Blut, Körperflüssigkeiten oder Geweberückstände vorhanden sein. Ihre Entfernung erfordert geeignete Schutzausrüstung, spezielle Reinigungsmittel und ein fachgerechtes Vorgehen. Eine oberflächliche Säuberung genügt meist nicht.
Saugfähige Materialien wie Teppiche, Polstermöbel, Holz oder Unterlagen unter Bodenbelägen können Verunreinigungen aufnehmen. Fachkräfte prüfen deshalb, wie weit die Belastung reicht und welche Materialien sich zuverlässig behandeln lassen. Ist eine Reinigung nicht möglich, müssen die betroffenen Bestandteile ausgebaut und fachgerecht entsorgt werden.
Ohne Erfahrung lässt sich das Ausmass häufig nur schwer beurteilen. Zudem können Rückstände über Schuhe, Geräte oder ungeeignete Reinigungsverfahren in angrenzende Bereiche verschleppt werden.
Besichtigung und Planung der Arbeiten
Nach der behördlichen Freigabe beginnt die Tatortsanierung mit einer Bestandsaufnahme. Fachkräfte untersuchen die betroffenen Räume, Gegenstände und Bauteile. Dabei berücksichtigen sie auch schwer zugängliche Stellen, beispielsweise Bereiche hinter Einbauten oder unter Bodenbelägen.
Auf Grundlage der Besichtigung wird festgelegt, welche Arbeiten notwendig sind. Gleichzeitig entscheidet sich, welche Möbel und persönlichen Gegenstände erhalten werden können und welche Materialien entfernt werden müssen.
Unterlagen, Erinnerungsstücke und Wertsachen erfordern besondere Sorgfalt. Die JGP Group setzt dafür nach eigenen Angaben erfahrene Mitarbeitende ein. Gefundene Wertsachen werden dokumentiert und zusammen mit einer Auflistung an die berechtigten Personen übergeben.
Räumung, Reinigung und Desinfektion
Vor Beginn der eigentlichen Arbeiten sichern die Fachkräfte den betroffenen Bereich ab. Möbel, Bodenbeläge und andere belastete Gegenstände werden so verpackt, dass beim Abtransport keine Rückstände in Treppenhäuser, Fahrzeuge oder weitere Räume gelangen.
Anschliessend entfernen die Mitarbeitenden sichtbare Verschmutzungen und Rückstände aus schwer erreichbaren Bereichen. Danach werden die Oberflächen gründlich gereinigt und desinfiziert. Welche Mittel und Verfahren zum Einsatz kommen, richtet sich nach der Art der Belastung und der Beschaffenheit der Materialien.
Angehörige und andere ungeschützte Personen sollten die Räume während der Arbeiten nicht betreten. Neben möglichen hygienischen Risiken kann der Anblick des Fundortes emotional stark belasten. Ein spezialisiertes Unternehmen übernimmt damit eine Aufgabe, die Betroffene weder ausführen noch miterleben müssen.
Gerüche an der Ursache beseitigen
Verwesungsgerüche können sich in Textilien, Holz, Putz und anderen porösen Materialien festsetzen. Lüften, Duftstoffe oder Raumsprays überdecken sie meist nur für kurze Zeit. Eine dauerhafte Geruchsneutralisation ist erst möglich, wenn die Ursache gefunden und beseitigt wurde.
Nach der Entfernung der belasteten Rückstände werden die betroffenen Flächen behandelt. Bei hartnäckigen Gerüchen setzt die JGP Group unter anderem spezielle Ozonverfahren ein. Eine solche Behandlung darf nur fachgerecht in unbewohnten und abgesperrten Räumen erfolgen. Vor der erneuten Nutzung müssen die vorgesehenen Einwirk- und Lüftungszeiten eingehalten werden.
Diskretion schützt die Betroffenen
Ein Todesfall in einem Wohnhaus kann die Aufmerksamkeit von Nachbarn oder Passanten wecken. Für Angehörige, Eigentümer und Verwaltungen ist ein zurückhaltender Einsatz deshalb besonders wichtig.
Neutrale Fahrzeuge, unauffällige Arbeitskleidung und blickdicht verpackte Gegenstände tragen dazu bei, die Privatsphäre zu wahren. Die JGP Group weist darauf hin, dass weder die Fahrzeuge noch die Kleidung der Mitarbeitenden auf eine Leichenfundort- oder Tatortreinigung schliessen lassen. Ebenso wichtig sind eine respektvolle Kommunikation und der vertrauliche Umgang mit persönlichen Informationen.
Leichenfundort- und Tatortsanierung durch die JGP Group
Die JGP Group übernimmt schweizweit die Reinigung und Sanierung von Leichenfundorten und Tatorten. Am Anfang stehen eine Besichtigung, die Beurteilung der betroffenen Bereiche und die Planung der erforderlichen Massnahmen. Persönliche Gegenstände und Wertsachen werden sorgfältig gesichert, dokumentiert und an die berechtigten Personen übergeben.
Zum weiteren Ablauf gehören die diskrete Räumung sowie die sichere Verpackung und fachgerechte Entsorgung belasteter Möbel, Bodenbeläge und anderer Materialien. Die Mitarbeitenden entfernen Gewebe- und Flüssigkeitsrückstände, reinigen und desinfizieren die Räume, bekämpfen bei Bedarf Ungeziefer und sorgen für eine dauerhafte Geruchsneutralisation.
Reicht die Spezialreinigung nicht aus, übernimmt JGP auch die anschliessenden Sanierungsarbeiten. Dazu zählen Rückbauarbeiten, die Erneuerung von Bodenbelägen sowie Maler- und Gipserarbeiten. Auch umfassende Renovationen und Altbausanierungen gehören zum Angebot. So kann das Unternehmen einen betroffenen Bereich von der ersten Besichtigung bis zur wieder nutzbaren Übergabe begleiten.
Darüber hinaus ist die JGP Group in zahlreichen weiteren Bereichen der Gebäude- und Schadensanierung tätig. Das Leistungsspektrum umfasst Brand- und Rauchschadensanierungen, Wasserschadensanierungen mit Bautrocknung und Leckortung sowie die Beseitigung von Schimmel. Hinzu kommen Bautenschutz und Gebäudeerhalt, Betonkosmetik, Graffitientfernung und Schutzsysteme sowie die Reinigung von Lüftungs- und Ventilationsanlagen.
Auch Räumungen und Entsorgungen sowie die Reinigung und Sanierung stark vermüllter Wohnungen und Messiewohnungen werden durchgeführt. Für die Bearbeitung unterschiedlicher Oberflächen bietet JGP zudem Trockeneisstrahlen, Sandstrahlen, Wasserstrahlen sowie Fein- und Mikrostrahlen an. Diese Verfahren eignen sich je nach Aufgabe für Beton, Stein, Metall, Holz oder Kunststoff. Auftraggeber erhalten dadurch auch bei umfangreichen Schadenfällen mehrere aufeinander abgestimmte Leistungen aus einer Hand.
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