Gefahr am Zebrastreifen: Polizei registriert 85 riskante Querungen durch Fussgänger

(Bern BE). Die Kantonspolizei Bern führte im Oktober während zwei Wochen eine gezielte Aktion zur Sicherheit auf Fussgängerstreifen durch.

Dabei wurden bei insgesamt 707 Fussgängerstreifen Kontrollen im ganzen Kanton durchgeführt. Im Fokus stand dabei die Sicherheit von Fussgängerinnen und Fussgängern.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Aktion: Kontrollen an Fussgängerstreifen.
  • Zeitraum: 12. bis 23. Oktober 2026.
  • Gebiet: Gesamter Kanton Bern.
  • Kontrollierte Fussgängerstreifen: 707.
  • Festgestellte Vortrittsverstösse: 44 Fahrzeuglenkende gewährten keinen rechtmässigen Vortritt.
  • Unvorsichtige Querungen: Rund 85 Fälle.
  • Auffällig: Mehrheitlich jugendliche Fussgängerinnen und Fussgänger.
  • Ordnungsbussen: 44.
  • Anzeigen: 39 an die zuständigen Staatsanwaltschaften.
  • Zusätzliche Massnahmen: Zahlreiche aufklärende Gespräche.
  • Hintergrund: Kürzere Tage und erhöhte Unfallgefahr.
  • Empfehlung: Aufmerksamkeit, Blickkontakt und gute Sichtbarkeit.

Von Montag, 12. Oktober 2026 bis Freitag, 23. Oktober 2026 führte die Kantonspolizei Bern eine Aktion zur Sicherheit von Fussgängerinnen und Fussgängern durch. Dabei wurden im ganzen Kantonsgebiet Kontrollen bei Fussgängerstreifen durchgeführt. Dies mit Blick auf die abnehmende Tageslichtdauer und die damit einhergehende höhere Unfallgefahr für Fussgängerinnen und Fussgänger.

Im Zuge der Kontrollen an 707 Fussgängerstreifen haben die Polizistinnen und Polizisten festgestellt, dass 44 Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker den Fussgängerinnen und Fussgängern keinen rechtmässigen Vortritt gewährten. Des Weiteren haben die Einsatzkräfte festgestellt, dass mehrheitlich jugendliche Fussgängerinnen und Fussgänger den Fussgängerstreifen rund 85-mal unvorsichtig betreten haben.

In Folge der Kontrollen wurden gestützt auf das Strassenverkehrsgesetz insgesamt 44 Ordnungsbussen ausgestellt, 39 Anzeigen zuhanden der jeweiligen Staatsanwaltschaft erstellt und zahlreiche aufklärende Gespräche zur Sensibilisierung geführt.

In diesem Zusammenhang mahnt die Kantonspolizei Bern zur Vorsicht und gibt folgende Verhaltenstipps:

  • Seien Sie als Fahrzeuglenkende aufmerksam
  • Suchen Sie den Blickkontakt
  • Schauen Sie sich um, bevor Sie über Fussgängerstreifen gehen
  • Betreten Sie den Fussgängerstreifen nie überraschend!
  • Warten Sie, falls Sie das sich nähernde Fahrzeug nicht einschätzen können
  • Tragen Sie helle Kleidung oder reflektierende Gadgets

 

Quelle: Kantonspolizei Bern
Bildquelle: Symbolbild © assalve/iStock.com


Polizei.news informiert | Sicher zu Fuss unterwegs

Im Dunkeln sichtbar: 5 Tipps, die schützen

  1. Reflektoren tragen: Reflektierende Arm- und Fussbänder machen Fussgänger bei Dunkelheit vier- bis fünfmal früher erkennbar.
  2. Von allen Seiten sichtbar sein: Reflektoren vorne, hinten und seitlich anbringen – besonders an Jacken, Taschen und Rucksäcken.
  3. Vor dem Überqueren anhalten: Prüfen, ob Fahrzeuge tatsächlich abbremsen. Ein Blickkontakt allein garantiert kein sicheres Anhalten.
  4. Handy wegstecken: Beim Überqueren nicht aufs Display schauen. Kopfhörer möglichst so verwenden, dass Verkehrsgeräusche hörbar bleiben.
  5. Sicht für Kinder verbessern: Reflektoren an Schulthek, Jacke oder Schuhen befestigen und den Schulweg auch bei Dunkelheit üben.

Gut zu wissen: Laut BFU benötigt ein Auto bei Tempo 50 auf nasser Strasse rund 41 Meter bis zum Stillstand. Eine halbe Sekunde früheres Erkennen kann den Anhalteweg um rund 7 Meter verkürzen.

Praktischer Tipp: Ein reflektierendes Band am Handgelenk und eines am Fussgelenk sind eine einfache Ergänzung zu heller Kleidung – gerade auf dem abendlichen Heimweg.

Weitere Informationen: Polizeinews Prävention und Sicherer Schulweg.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion

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